Betriebsärzte beraten die Beschäftigten intensiv und individuell und führen regelmäßige Gehör-Vorsorgeuntersuchungen durch, bei denen Hörschäden anhand der sogenannten Hörkurve abgelesen werden können. Das betrifft nicht nur Berufsgruppen, die an ihrem Arbeitsplatz starken Geräuschbelastungen ausgesetzt sind.- „Wir drängen darauf, entsprechend der Arbeitsplatzsituationen die Lärmquelle zu beseitigen, Lärm zu dämmen oder einen geeigneten Hörschutz zu verwenden. Lärmminderung ist die beste Prävention“, ergänzt Dr. Wahl-Wachendorf.
Volkskrankheit Lärmschwerhörigkeit
Lärmschwerhörigkeit ist mit ca. 5.500 neuen Krankheitsfällen im Jahr die häufigste anerkannte Berufskrankheit in Deutschland. „Die Zahlen zeigen, dass es notwendig ist, die Betroffenen vor Lärmbelastungen zu schützen und Vorsorgeuntersuchungen anzubieten“, so Dr. Wahl-Wachendorf vom VDBW. Vor allem Beschäftigte in den Bereichen Baugewerbe, Maschinenbau, Holzverarbeitung, Straßenbau und Landwirtschaft leiden unter Lärm. Auch für Angestellte in Call-Centern, in Kindergärten, Musiker in Orchestergräben oder Lehrer stellt Lärm ein allgemeines Gesundheitsrisiko dar.
